[Technik] Amazon S3/EC2
Jan Galinski
jangal74 at googlemail.com
Fri Mar 30 17:11:14 CEST 2007
> > Bzw. wie steht Ihr denn überhaupt diesem Dienst gegenüber? Alles Evil?
>
> Bevor wir uns da jetzt alle durch die Texte von Amazon wühlen, kannst du uns
> bitte kurz zusammenfassen, was die da anbieten? Ich dachte, die bieten "nur"
> eine XML-Schnittstelle in ihren Katalog und ihre Bestellsystem.
Ah, ok. Also Amazon verkauft on demand Speicherplatz (S3) und Rechenzeit (EC2).
Das Geschäftsmodell sieht keine Grundgebühren vor, sondern berechnet
im Falle von S3 $0.15 pro gespeichertes GB bzw.$0.20 pro GB Traffic.
Zugriff erfolgt gegen eine offene API mitels REST, SOAP, HTTP,
Client-Software entsteht als Open Source im Developer Forum.
EC2 geht noch einen Schritt weiter: Man erhält einen virtuellen
Server, auf dem man ein AMI (Amazon ... Image) laufen lassen kann.
Dazu püackt man sich bspw. ein Debian oder Ubuntu System als Image
ein, deployed es auf die Maschine und startet sie per Kommandozeile.
Eine Image-Stunde kostet $0.10, die zugesicherten Specs sind recht
beeindruckend (" Each instance predictably provides the equivalent of
a system with a 1.7Ghz x86 processor, 1.75GB of RAM, 160GB of local
disk, and 250Mb/s of network bandwidth.")
Auch hier gilt: Keine Grundgebühr, Traffic ins Netz kostet extra,
Traffic zu S3 nichts.
Es wären also Szenarien denkbar, in denen wir bspw. in S3 Backups
erstellen und im Falle eines Engpasses bzw. Ausfalls einer Maschine
ein Standby-Image in Betrieb nehmen, dass wir als Abzug eines
HS-Servers erstellt haben. Kostet dann nur $0.10 pro Stunde.
Denkbar wäre auch, die Leistuingen weiterzuvermieten, könnte zB das
StaticWeb vereinfachen.
Mit der "JungleDisk" gibt es darüberhinaus einen Client für S3, der
sämtliche Daten prinzipiell verschlüsselt, so dass man nicht mehr
allzuviel Angst haben muss, das die CIA die Daten bei Amazon abholt.
Ich verwende S3 bereits seit einiger Zeit, da mir für meine
Einsatzzwecke das Traffic/Speicher Modell von HS zu teuer und
unflexibel ist. Per CName kann ich direkt eine Sub-Domain auf den
Amazon Speicher zeigen lassen.
Das EC2 ist wie gesagt gerade im Beta und ich hatte eine lange
Wartezeit bis ich da einen Slot bekommen habe. Für Privatanwender wie
mich sind $72 ($0.10x24x30) für einen "Root-Server" zu heavy, aber für
die Community hat das vielleicht einen Benefit. Ich wollts auf jeden
Fall mal angesprochen haben.
Wer Lust hat damit mal rumzuspielen, kann mich gerne ansprechen, wir
müssten dann natürlich gucken, wie wir das mit den Zugangsdaten und
der Abrechnung machen. Wobei: ein paar Stunden kann ich auch gerne
sponsoren.
Jan
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