[Support] Spamfilter zur politischen Zensur?

Gerhard Wendebourg gw at web-hh.de
Thu Jul 3 23:38:54 CEST 2008


Da die Indizien sich mehr und mehr verdichten, kommen wir inzwischen an 
der Realitaet der zunehmenden politischen Zensur im Netz nicht mehr 
vorbei, und ich knuepfe noch einmal an diesem Punkt an.
Wie erwaehnt, lassen MSN und Yahoo Newsletter von Friedensinitiativen 
nicht mehr den Spamfilter passieren.

Inzwischen hoert man entsprechendes auch von Umweltschutz-NGOs, wie etwa 
dem BUND, der von Google geblockt wird.
Ich bekomme neuerdings Anfragen von Leuten, die zb. eine politisch 
kritische WebSite betreiben, und die sich wundern, dass es seit einigen 
Monaten nicht mehr moeglich ist, diese Seite bei Google zu finden.
Wir machen dieselbe Erfahrung: Artikel auf unserem Newsportal sind bei 
Google etwa unter Eingabe der Artikelueberschrift nicht auffindbar: 
Google meldet ein negatives Ergebnis.

Es erhaertet sich dabei zunehmend der Verdacht, dass technische 
Antispam-Vorwaende usw. benutzt werden, um eigentlich politische Zensur 
zu bemaenteln.

Michael Hoennig schrieb:
>   
>> Wenn also Mails von deren Newsletter an Spam-Trap Adressen verschickt  
>> werden oder Empfänger dieses Newsletters die Mail als Spam  
>> deklarieren, landet die URL schnell auf dieser Liste.
>>     
>
> und als Zusatzinfo: Uns (Hostmastern) ist durchaus bekannt welche Art von
> Mails z.B. von AOL-Bunutzern als Spam markiert werden. Das ist teilweise
> haarsträubend! Von ganz normale Newsletter von Unternehmen, die ganz
> bestimmt nur an bestätigte E-Mail-Adressen versenden, bis hin zu
> Mitteilungen über überschrittenen Speicherplatz und Ankündigungen von
> Wartungsarbeiten. Traurig, aber wahr, mancher scheint den Spam-Button für
> den Delete-Button zu halten.
>   
Diese technischen Mechanismen oeffnen ja gleichzeitig der Zensur Tuer 
und Tor: ich brauche nur ein paar Tausend AOL-Accounts, und kann hier 
passend steuernd Eingreifen.
Unter Beruecksichtigung der Tatsache, dass allein vom Pentagon mehr als 
eine Milliarde Dollar jaerhlich ausgegeben werden fuer die Steuereung 
der Offentlichkeit, ist das ein sehr geringfuegiger Aufwand.

Gruesse / Gerhard
> Alles Gute wünscht
> 	Michael
>
>
>   



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