[Global] Sorry, OT: Bundestagspetition gegen Wahlmaschinen
rainer.dunker at web.de
rainer.dunker at web.de
Wed Nov 8 15:21:03 CET 2006
"Diejenigen die wählen gehen entscheiden gar nichts. Die die Stimmen
zählen entscheiden alles."
--Josef Stalin
In dieser Mail geht's um ein ernstes Thema, aber es dauert auch nur 5
Minuten. Derzeit läuft eine Bundestags-Petition gegen Wahlcomputer,
deren Ziel es ist, unsere Wahl transparent und nachvollziehbar zu
halten. Zu tun ist nur folgendes:
* 1. Begründung lesen
* 2. Petition unterschreiben
* 3. Diese Mail an möglichst viele Leute weiterleiten
Wenn die Petition 50.000 Unterzeichner erreicht, gibt es eine
Bundestag-Anhörung zu dem Thema (aktueller Stand ist rund 26.500).
1. Begründung
Wahlmaschinen sind in ihrer Funktion intransparent, im Gegensatz zu
einer Urnenwahl, bei der jeder die Auszählung der Stimmen beobachten
kann. Wahlcomputer dagegen drucken nur ein Endergebnis aus, dem
Wahlleiter und Wähler blind vertrauen müssen. Probleme wie in den USA
sind im wahrsten Sinne des Wortes vorprogrammiert. Die leicht
Manipulierbarkeit des in Deutschland eingesetzten Wahlcomputertyps ist
vor einigen Wochen vorgeführt worden, Quellen:
Schwere Sicherheitslücken, Aktivisten hacken Wahlcomputer
http://focus.msn.de/digital/pc/schwere-sicherheitsluecken_nid_36908.html
Prozente nach Belieben
http://www.zeit.de/online/2006/41/wahlmaschinen?page=all
Niederländische Bürgerinitiative knackt Nedap-Wahlcomputer
http://www.heise.de/newsticker/meldung/79052
Und hier noch ein YouTube-Video, dass einen erfolgreichen
Tempest-Angriff auf einen Wahlcomputer zeigt, bei dem noch in ca. 25m
Entfernung mitgelesen werden konnte, wie grade gewählt wurde:
http://www.youtube.com/watch?v=B05wPomCjEY&eurl=
Dass die Gefahr eines Wahlbetrugs kein Problem aus der Stasi- oder
Nazi-Zeit ist, hat die CSU Dachau bei den bayerischen Kommunalwahlen im
März 2002 eindrucksvoll bewiesen. Quelle:
Dachauer Wahlfälscher müssen mehr als 116.000 Euro zahlen
http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/347/82265/
Ausserdem sind Wahlcomputer eine Verschwendung von Steuergeldern. Durch
den Einsatz von Nedap-Wahlcomputern stiegen in Amsterdam die Kosten pro
Wahl von 1,6 Millionen auf 2,7 Millionen Euro
(http://www.heise.de/newsticker/meldung/76905). Würden Sie Geld für ein
Werkzeug ausgeben, für eine Tätigkeit, die Sie nur alle paar Jahre
durchführen ?
Es gibt keine sinnvolle Begründung für Wahlcomputer, ausser, dass das
Ergebnis schneller da ist. Aber machen die paar Stunden einen
Unterschied, wenn man schon 4 Jahre drauf warten musste?! Die Kosten in
Euro und Betrugs-Risiko stehen in keinem Verhältnis dazu.
2. Petition unterschreiben
http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=321
Bitte nicht über den Link wundern. Der Bundestag lässt seine Petitionen
unglücklicherweise über das International Teledemocracy Centre an der
Napier-Universität in Edinburgh laufen (Begründung:
http://www.bundestag.de/ausschuesse/a02/onlinepet/server.html ).
3. Mail weiterleiten
Es fehlen noch knapp 23.500 Stimmen; das ist zu schaffen, wenn nur
genügend Leute informiert sind. Also bitte diese Mail weiterleiten.
Vielen Dank für Deine Aufmerksamkeit!
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