[Global] Steckbrief: Das perfekte Notebook

Lars Trebing ltrebing at ltrebing.de
Tue Aug 1 17:45:55 CEST 2006


Jan Galinski schrieb:

> - kein Spiegeldisplay - Verkauf ohne Zwangswindows - Kompletter (oder 
> fast kompletter) Support für Linux (hier vorzugsweise Ubuntu) - DVI 
> Ausgang - Min. Unterstützung 2GB RAM bei Kauf, am besten erweiterbar 
> bis 4 - lange Akkulaufzeit (>3h) - Gerne DualCore Technik - Gerne 
> helle Tastatur (tippen, nicht tappen, im Dunkeln) - Gerne Sub-Format 
> (12'' Display, leicht) - WLAN, Bluetooth, Infrarot ... - Audio: 
> digital out
> 
> Preislich sollte das Ding natürlich nicht alle Grenzen sprengen, mehr 
> als sagen wir mal so grob 1,5k sind nicht drin.
> 
> [...]
> 
> Taugen die Apple-Books eigentlich was?

Ja, aber es gibt keines, das deine Anforderungen genau erfüllt. Das 
MacBook Pro schafft nicht viel mehr als drei Stunden, ist groß (15 oder 
17 Zoll) und teuer (ab 1949 Euro), hat aber sogar eine 
Hintergrundbeleuchtung in der Tastatur. Das MacBook ist billiger (ab 
1079 Euro), klein (13 Zoll) und schafft mit einer Akkuladung gut fünf 
Stunden, ist aber nur mit »Hochglanz«-Bildschirm erhältlich (der aber 
dem Vernehmen nach gut entspiegelt ist) und hat eine Tastatur, an der 
sich die Geister scheiden. Beide gibt es natürlich ohne Windows, beide 
lassen sich vermutlich recht gut mit Linux betreiben (aber das will man 
eigentlich gar nicht, wenn man MacOS kennt), haben einen DVI-Anschluß 
(beim kleinen nur Mini-DVI, man braucht also einen Adapter für ein paar 
Euro) und haben AirPort Express (802.11g), Bluetooth, ein (allerdings 
wohl proprietäres) Infrarotauge für die lustige mitgelieferte 
Multimediafernbedienung und digitale Krachanschlüsse. Core Duo ist 
grundsätzlich auf 2 GB beschränkt (wobei es sich ggf. empfiehlt, die 
Apple-Bücher mit Minimalausstattung zu kaufen und dann selbst mit 
deutlich billigerem Markenspeicher vom freien Markt zu erweitern).

Was die Tauglichkeit betrifft: Die Geräte sind alle ziemlich leise, 
belüften sich Apple-Notebook-typisch nur selten (bei normaler 
Raumtemperatur, mäßiger Rechenlast und harter Unterlage nie) und sind 
aber auch dann noch ziemlich leise. Es gibt gewisse Probleme mit recht 
hochfrequenten Pfeif-, Zirp- oder 
wie-man-sie-auch-immer-nennen-will-Geräuschen, über die sich die Geister 
scheiden (manche sind taub genug, um alle, die darüber klagen, pauschal 
für verrückt zu erklären, manche hören es, haben aber kein Problem 
dabei, manche finden es richtig lästig, Apple kennt das Problem, doktert 
schon seit einiger Zeit daran herum und hat es mittlerweile 
gerüchteweise wirklich behoben, so daß ein Logic-Board-Wechsel (auf 
Garantie) jetzt auch tatsächlich Besserung bringt. Für 
Apple-Verhältnisse werden die Geräte stellenweise ziemlich heiß (das 
große ganz besonders am schmalen Streifen oberhalb der Funktionstasten). 
Die Bildqualität ist insgesamt ziemlich gut. Das weiße MacBook tendiert 
bei manchen Leuten zum schnellen Vergilben (siehe 
<http://www.google.com/search?q=yellow+macbook>). Ein Freund mit einem 
schwarzen MacBook hat damit diverse Softwareprobleme, die das PowerBook 
davor nicht hatte (und die auch bei meinem Gerät nicht auftreten). Einig 
sind wir uns allerdings darin, daß die automatische 
Versehentliche-Touchpad-Berührungs-Erkennung im Vergleich zu den älteren 
Modellen zu scharf eingestellt ist (zwischen Tastatur- und 
Touchpadbenutzung muß man gelegentlich eine halbe Sekunde Zwangspause 
einlegen); man kann sie natürlich auch abschalten, muß dann aber ggf. 
aufpassen, beim Tippen nicht immer wieder versehentlich mit dem 
Handballen irgendwo hinzuklicken (dieses Problem entfällt natürlich, 
wenn man die Antippfunktion abschaltet und zum Klicken immer die Taste 
benutzt).

Geh vielleicht am besten mal in einen Apple-Laden und probier selbst 
aus, ob du dich mit den MacBook-Eigenheiten (Glanzbildschirm, Tastatur, 
Touchpad, Wärmeentwicklung) anfreunden kannst und ob dir MacOS taugt.

-- 
Lars Trebing  |  http://www.ltrebing.de/  |  mailto:ltrebing at ltrebing.de


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